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Innovationspolitik, Informationsgesellschaft, Telekommunikation
 
 

Internetnutzung in Deutschland:
Onliner und Offliner

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Fahrt nach Berlin.

Der klassische Offliner fährt zum Bahnhof, stellt sich am Fahrkartenschalter an und kauft dort ein Ticket. Auf dem Weg zurück nach Hause macht er einen kurzen Zwischenstopp in der Buchhandlung, um sich Lesestoff für die Fahrt und ein Mitbringsel für die Gastgeber zu besorgen. Zuhause angekommen ruft er bei seinen Bekannten an, um zu wissen welche S-Bahn er vom Bahnhof nehmen muss und wie das Wetter in Berlin in den nächsten Tagen werden wird.

Der Onliner schaltet den Computer ein. Mit ein paar Klicks durchs Netz hat er innerhalb kürzester Zeit online alle Besorgungen erledigt und alle wichtigen Informationen zur Fahrt eingeholt.

Der Plan online zu gehen

Das Beispiel zeigt, dass das Internet immer wichtiger wird und auch älteren Menschen viele Möglichkeiten bieten kann. Damit die Kluft zwischen Internetnutzer und Nichtnutzer im Alltag wie im Beruf nicht noch größer wird, ist es wichtig, Offlinern den Weg ins Netz zu weisen und sie somit am technischen Fortschritt teilhaben zu lassen. Zwar nimmt die Gruppe der Internetnutzer in Deutschland stetig zu. In den letzten acht Jahren ist der Anteil der Nichtnutzer von über der Hälfte der Bevölkerung auf unter 27 Prozent gesunken.

Trotzdem planen noch immer knapp 26 Prozent der Bevölkerung nicht, in nächster Zeit "ins Netz zu gehen", nur ungefähr 4 Prozent spielen mit diesem Gedanken. Diese Menschen gilt es zu erreichen, damit die Zahl der Nichtnutzer weiter sinkt, die Schere in der Gesellschaft sich schließt. Die Zahlen von 2009 zeigen, dass sich die Deutschen schon auf einem guten Weg befinden: Mit 46,3 Millionen Personen über 14 Jahren sind über vier Millionen Personen mehr online als 2008. Der Onliner-Anteil steigt mit vier Prozentpunkten weiter an.

Der Plan online zu gehen
Quelle: (N)ONLINER-Atlas 2009, herausgegeben von der Initiative D21 und tns infratest

Nähere Informationen finden Sie im (N)ONLINER Atlas 2009.

Internetnutzung nach Altersgruppen

Seit Jahren zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab: Der Anteil der Internetnutzer sinkt mit steigendem Alter. Obwohl insgesamt der Anteil der "Onliner" auch 2009 in allen Altersgruppen stieg, besteht ein Zusammenhang zwischen der Onlinenutzung und dem Alter. So sinkt der Anteil der Internetnutzer ab einem Alter von 50 Jahren auf 67,1 Prozent. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen fällt er sogar auf 19 Prozent ab.

Internetnutzung nach Altersgruppen
Quelle: (N)ONLINER-Atlas 2009, herausgegeben von der Initiative D21 und tns infratest

Der größten Zuwachs bei der Internetnutzung ist bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen zu verzeichnen (60 - 69 um 6,9 Prozentpunkte, 50 - 59 um 3,6 Prozentpunkte und 40 - 49 um 3,4 Prozentpunkte). Die Gruppe der Internetnutzer wird damit den Strukturen der Gesamtbevölkerung ähnlicher. Jedoch bleibt die Gruppe der ab 70-Jährigen mit 2,7 Prozentpunkten Zuwachs gegenüber 2008 bei der Internetnutzung abgeschlagen. Es besteht also weiterhin großer Bedarf, Anreize zur Internetnutzung im Alter zu schaffen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Internetnutzer 40,6 Jahre (2008: 40,1 Jahre) alt, Nutzungsplaner 46,4 Jahre (2008: 46,5 Jahre) und Offliner - also Personen, die das Internet weder nutzen, noch eine Nutzung planen - 64,3 Jahre (2008: 63,4 Jahre). Der Altersdurchschnitt der Internetnutzer steigt damit erneut leicht an.

Internetnutzung nach Geschlecht und Berufstätigkeit:

Die Statistik zur Internetnutzung nach Geschlecht zeigt, dass weitaus mehr Männer als Frauen online sind. Zudem zeigt sich: Der Anteil der Internetnutzer in 2009 steigt bei Männern jedoch nicht mehr stärker als bei Frauen. Mit einem Zuwachs von 3,7 Prozentpunkten liegt der Anteil der männlichen Internetnutzer aktuell bei 76,1 Prozent. Der Onlineranteil der Frauen stieg 2009 gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozentpunkte und liegt aktuell bei insgesamt 62,4 Prozent.

In dieses Bild passt die Internetnutzung nach Berufstätigkeit. Nach wie vor sind Unterschiede zwischen Berufstätigen und Nicht-Berufstätigen signifikant. Während fast vier von fünf Berufstätigen (83 Prozent) das Internet nutzen, liegt der Anteil der Internetnutzer bei Nicht-Berufstätigen nur leicht über 50 Prozent. Aktuell zeigt sich jedoch: Der Zuwachs ist 2009 bei den Nicht-Berufstätigen größer als bei den Berufstätigen. Die Unterschiede nivellieren sich demnach zunehmend.

Internetnutzung nach Geschlecht und Berufstätigkeit
Quelle: (N)ONLINER-Atlas 2009, herausgegeben von der Initiative D21 und tns infratest

Internetnutzung nach Geschlecht und Alter:

Die Untersuchung der Internetnutzung nach Geschlecht und Alter zeigt weiterhin zwei interessante Punkte: Im Jugendalter ist die Internetnutzung relativ unabhängig vom Geschlecht. Bei älteren Menschen unterscheidet sich jedoch die Internetnutzung nach Geschlecht deutlich. Die Anzahl der Internetnutzerinnen zwischen dem 30. und 39. Lebensjahr nimmt bereits deutlich ab, die Schere bei den Internetnutzern hingegen öffnet sich erst Ende 40.

Internetnutzung nach Geschlecht und Alter Internetnutzung nach Geschlecht und Alter
Quelle: (N)ONLINER-Atlas 2009, herausgegeben von der Initiative D21 und tns infratest
 
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